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die individualdistanz (ID) ist die entfernung, auf die man sich einem hund nähern kann, ohne dass er mit aggression reagiert.
eigentlich sind es zwei distanzen: eine ab der der hund droht und eine weitere ab der der hund aktiv wird und den störenfried
vertreibt.
die ID ist keine feste entfernung, sie ist abhängig von der reizlage (laune und sozialisierung) des hundes, von vorhandenen
begehrlichen objekten (spielzeug, knochen), territorium, der rangordnung des störers und ob er überhaupt zur sozialen gruppe
gehört. desweiteren zieht der hund aus gemachten positiven und negativen erfahrungen rückschlüsse.
gegen ein ranghöheres gruppenmitglied gibt es meist nur eine drohgrenze, angegriffen wird in der regel nicht. wenn doch, wird
der bezug zum objekt benutzt um einen rangordnungskampf vom zaun zu brechen. rangniedere gruppenmitglieder und störenfriede
werden angedroht und bei uneinsichtigkeit angegriffen und vertrieben.
hierbei spielt auch die genetische prädisposition eine rolle. wachhunde zum beispiel zeichnen sich durch eine hohe drohdistanz
und eine kurze angriffsdistanz aus. es ist erwünscht, das sie früh melden aber nicht selbst angreifen.
einem für die arbeit im bau gezüchteten dackel oder terrier nutzt es wiederum wenig bis nichts zu drohen. er wird deshalb
meist sofort und unmittelbar mit aller ihm zur verfügung heftigkeit angreifen, zupacken und nicht mehr loslassen, ansonsten
ist er selbst tot, denn die arbeit im fuchsbau gehört nicht zum funktionskreis jagd/ernährung, sondern zu selbsterhaltung/
verteidigung.
dieser genetisch fixierte "jähzorn" macht den umgang mit terrier und dackel schwierig - beide werden sich im zweifelsfall
selbst einem viel größeren gegner/angreifer nicht ergeben.
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