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kampfhund
neulich war ich mal wieder mit herrchen und dem verrückten, aber liebenswerten Cockerspaniel Joschie auf unserer hunderunde,
als uns zwei ältere frauen entgegenkamen. jede von ihnen hatte zwei skistöcke in der hand und sie gingen ziemlich hastig.
klick, klack, klick, klack …
ich sah herrchen ganz verwundert an - "hey, die haben ihre ski verloren". herrchen erklärte mir, das sei nordic-walking und
muss so sein.
skilaufen ohne ski und schnee, während ich mich noch amüsierte, rief plötzlich eine der damen völlig panisch: "ist das ein
kampfhund?" herrchen fragte, welchen sie denn meint. na den großen! ich sah an dem Cockerspaniel herunter und stellte fest -
huch die meinen mich. bin ich ein kampfhund?
nun ich habe in Spanien um mein tägliches futter und wasser kämpfen müssen, ich habe um liebe und zuneigung gekämpft, ich
kämpfte gegen die schmerzen und das leid, das man mir zufügte, ich habe gegen die demütigung gekämpft, wie ein zerbrochenes
spielzeug weggeworfen zu werden, ich habe die rastlosigkeit bekämpft, als ich wie ein wanderpokal herumgereicht wurde. ich
habe dagegen gekämpft, den glauben an gute menschen zu verlieren. ich habe in dunklen tierasylen gegen die gitterstäbe
gekämpft (meine zähne zeugen noch heute davon). und in der auffangstation in Wulfstorf, habe ich gekämpft, um menschen zu
finden, deren bester freund ich sein darf und wo ich all das erfahre, um das ich gekämpft habe.
ich habe den kampf gewonnen - ich bin ein kampfhund.
eure Trudel, Malamute
von Ingo Hartleib - Nothilfe Polarhunde Nord e. V.
außerdem vorgeschlagen für den wettbewerb "Deutschlands schönster Huskyhalter"
;o)
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