|
die spooky periods ...
... beim hund dürften am ehesten mit den fremdelphasen bei kindern vergleichbar sein.
die erste tritt in der achten lebenswoche auf.
die zweite, je nach rasse, zwischen der 16. und 19. lebenswoche (4. monat).
die dritte ist in der pubertät zu beobachten, so um 9 monate herum.
die letzte spooky period beobachtet man ca. zwischen dem 13. und 14. monat, wobei bei rassen, die als spätentwickler bekannt
sind alle phasen später auftreten und auch länger dauern können.
dies sind aber alles zirkawerte, die auch noch vom einzelnen individuum abhängig sind.
in diesen phasen wird vermutlich das gehirn komplett "umgeschrieben". der hund ist im umbruch, gute, aber auch schlechte,
erschreckende dinge prägen sich heftiger ein. vieles wirkt besonders unheimlich, anderes wird kaum wahrgenommen.
man weiss noch nicht so ganz genau, was sich während der spooky periods abspielt, vermutet aber einen zusammenhang mit
veränderungen in der myelinschicht des gehirns.
in der pubertät kommen dazu noch die geschlechtsspezifischen hormone, der ganze körper verändert sich. meist kann ein
pubertierender entweder emotional oder rational denken und/oder handeln - um es vereinfacht auszudrücken - beides zusammen
ist nicht möglich.
in dieser umbruchzeit ist es besser, den hund nicht mit reizen zu überfluten, da die folgen nicht kalkulierbar sind. sicher
ist, dass spooky periods sehr sensible phasen sind. der geist ist "offen" für alles, was auf ihn einströmt und hat nur dann
die möglichkeit, erlebtes in einen schon vorhandenen kontext einzuordnen, wenn die bisherigen erfahrungen nicht allzu schlecht
waren.
gerade in diesen "offenfüralles-phasen" ist es besonders wichtig, den hund nicht zu überfordern und ihn nicht zu großen
konfliken auszusetzen, im gegenteil, es ist wichtig, sicherheit zu vermitteln und ihn aus konflikten herauszuhalten, denn in
dieser zeit handelt der hund sehr viel emotionaler also sonst und erlebtes - gutes wie schlechtes - prägt sich tiefer ein.
|